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Eröffnung einer französischen Zweigniederlassung einer ausländischen Gesellschaft

Die Nachteile einer Zweigniederlassung sind:

  • Die Zweigniederlassung muss, in gleicher Weise wie eine normale Firma, jedes Jahr Geschäftsbücher bei dem Handelsgericht einreichen.
  • Es ist oftmals schwierig und problematisch, ein Bankkonto in Frankreich zu eröffnen
  • Die Zweigniederlassung muss ihre Geschäftsbücher auf die selbe Art legalisieren wie die im Ausland gegründete Gesellschaft
  • Die Muttergesellschaft haftet vollständig für die Verbindlichkeiten der Zweigniederlassung
  • Die Stellvertreter der Zweigniederlassung können gesamtschuldnerisch für Steuerschulden haftbar gemacht werden
  • Die Finanzaufstellungen der Muttergesellschaft müssen bei der Registrierstelle eingereicht werden
  • Die Verpflichtungen der Zweigniederlassung sind die gleichen wie die der Muttergesellschaft, einschließlich der Einreichung von Umsatzsteuererklärungen, Mitarbeitererklärungen und Körperschaftssteuererklärungen - was bedeutet, dass Sie bei der Verwaltung einer Zweigniederlassung nur wenig Geld einsparen
  • Banken sowieIhre Klienten bevorzugen es eventuell, mit einer französischen Firma anstatt einer ausländischen Zweigniederlassung zu handeln
  • Für umfangreiche Projekte ist eine Zweigniederlassung selten das ideale Medium, da die Muttergesellschaft das gesamte Risiko eingeht
  • Mit der Einführung der Europäischen Gesellschaft, der Societas Privata Europaea (SPE), wird es weniger Veranlassung geben, Zweigniederlassungen zu eröffnen
  • Nach der Eintragung der Zweigniederlassung müssen Belege der legalen Existenz der Muttergesellschaft vorgelegt werden
  • Jegliche öffentliche Handlung der Zweigniederlassung wird voraussichtlich eine Ratifizierung des Vorstands der ausländischen Muttergesellschaft benötigen. Aus Gründen der administrativen Erleichterung sollte eine Firma, die regelmäßig vor einem Notar Verträge unterzeichnet, gegründet werden
  • Der Gérant muss die Handlungen der Geschäftsführer des ausländischen Unternehmens, wie etwa Immobilienkauf, bestätigen, da die Vollmacht des Gérants für einen französischen Notar in allen Fällen unklar sein wird.

Wenige Vorteile:

  • Zweigniederlassungen dürfen den Namen der ausländischen Gesellschaft verwenden (z.B. wenn es sich um ein eingetragenes Warenzeichen handelt)
  • Das Hauptunternehmen trägt die Haftung, nicht die Zweigniederlassung

Voraussetzungen, eine Zweigniederlassung einer ausländischen Gesellschaft in Frankreich einzutragen

  • Eine Firma muss über eine Geschäftsstelle, also eine Adresse, in Frankreich verfügen. Ein Nachweis hiervon, in Form eines Mietvertrags oder Zertifikats von eines autorisierten Domizilierungs-Unternehmens, muss eingereicht werden.
  • Muttergesellschaften müssen einen Vertreter für die Zweigniederlassung berufen. Dieser ist für die Beaufsichtigung aller dortigen Aufgaben zuständig.
  • Ein Vertreter der Muttergesellschaft im Land ihrer Gründung muss in der französischen Firmenregistrierstelle aufgeführt werden
  • Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist erforderlich, mit ins Französische übersetzten Statuten
  • Eine beglaubigte französische Übersetzung der Gründungsurkunde.
  • Eine beglaubigte französische Übersetzung des Gesellschaftsvertrag und Satzung der Muttergesellschaft
  • Das Gesellschaftsgesetz (mit Geschäftsführern) muss einen Vertreter in Frankreich berufen
  • Die Statuten müssen legalisiert werden
  • Ein Dokument, z.B. Grundsteuerrechnung, das erklärt, dass die Gesellschaft das Recht zur Nutzung des auserkorenen Geländes hat.

Die Eintragung einer ausländischen Gesellschaft in Frankreich

Die Eintragung einer ausländischen Gesellschaft in der französischen Registrierstelle gibt zwar das Erscheinungsbild einer Präsenz in Frankreich, allerdings:

  • hat die Zweigniederlassung keinerlei Geschäftsfähigkeit, was bedeutet, dass die Muttergesellschaft und ihre Vertragspartnern Verträge abschließen müssen, auch wenn es sich bei der unterzeichnenden Person um den Vertreter der französischen Zweigniederlassung handelt.
  • sind die Verbindlichkeiten der Zweigniederlassung die der Gesellschaft selbst.

Die französische Zweigniederlassung hat aus steuerlicher und arbeitsrechtlicher Sicht den Status eines Betriebs in Frankreich, und muss dementsprechend ihre eigenen Kennzahlen für USt. und SIRET (französische Eintragungsnummer für Unternehmen) beziehen.

Der Vorteil der Eröffnung einer solchen Zweigniederlassung ist, dass es sich hierbei um einen einfachen Vorgang handelt. Jedoch ist das Unternehmen nicht vor eventuellen Verbindlichkeiten in Frankreich gesichert, da die Niederlassung nicht über eine eigene Rechtspersönlichkeit verfügt.

Die Eintragung erfolgt bei der Registrierstelle, die für das Gebiet zuständig ist in dem sich die Zweigstelle befinden wird.

Erforderliche Dokumente um eine Zweigniederlassung einzutragen

Zweigniederlassungen müssen eingetragen werden. Der Eintragungsantrag muss das folgende enthalten:

  • Zwei Kopien der Gründungssatzung der Muttergesellschaft (zwei Originale und zwei von einem gerichtlich anerkannten Übersetzer ins Französische übersetzte)
  • Nachweis der Adresse
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der ausländischen Registrierstelle
  • Dokumente auf diejenige Person bezogen, die befugt ist, im Namen des Unternehmens zu handeln (gegebenenfalls mit Erklärung an den Verwaltungsbezirk bzw. geschäftlicher Aufenthaltserlaubnis).