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Zweigniederlassung in Deutschland

Um ein GmbH-Unternehmen zu starten muss ein Kapitalbetrag in Höhe von 25.000 € in ein Bankkonto in Deutschland eingezahlt werden.

Dies hat viele Leute dazu geführt, Zweigniederlassungen von z.B. britischen Unternehmen zu gründen, da es nicht teuer ist, diese zu gründen.

Üblicherweise raten wir hiervon ab, da die Kosten, eine ausländische Firma und eine deutsche Zweigniederlassung zu gründen erheblich höher sind, als eine GmbH direkt von Anfang an zu gründen.

Nachteile

  • Es ist für Zweigniederlassungen von ausländischen Unternehmen oft schwieriger, ein Bankkonto in Deutschland zu eröffnen
  • Kunden und Klienten sind eventuell weniger daran interessiert, mit der Zweigniederlassung einer ausländischen Gesellschaft Geschäfte zu führen.
  • Eine Zweigniederlassung kann durchaus von einer Reihe von Geschäftsbereichen, bei denen eine Lizenz erforderlich ist, ausgeschlossen werden

Verwendung einer ausländischen Firma und Eröffnung einer Zweigniederlassung, um in Deutschland zu handeln

Die Nachteile einer Zweigniederlassung sind:

  • Die Muttergesellschaft haftet vollständig für die Verbindlichkeiten der Zweigniederlassung
  • Die Stellvertreter der Zweigniederlassung können gesamtschuldnerisch für Steuerschulden haftbar gemacht werden
  • Die Finanzaufstellungen der Muttergesellschaft müssen beim Handelsregister eingereicht werden
  • Die Verpflichtungen der Zweigniederlassung sind die gleichen wie die der Muttergesellschaft, einschließlich der Einreichung von Umsatzsteuererklärungen, Mitarbeitererklärungen und Körperschaftsteuererklärungen - was bedeutet, dass Sie bei der Verwaltung einer Zweigniederlassung nur wenig Geld einsparen
  • Für umfangreiche Projekte ist eine Zweigniederlassung selten das ideale Medium, da die Muttergesellschaft das gesamte Risiko eingeht
  • Nach der Eintragung der Zweigniederlassung müssen Belege der legalen Existenz der Muttergesellschaft vorgelegt werden
  • Jegliche öffentliche Handlung der Zweigniederlassung wird voraussichtlich eine Ratifizierung des Vorstands der ausländischen Muttergesellschaft benötigen

Im Bezug auf administrative Vereinfachung sollten Sie Ihre Firma, wenn diese regelmäßig vor einem Notar Verträge unterzeichnen soll, neu gründen anstatt eine Zweigniederlassung zu eröffnen.

Die Vorteile sind:

  • Es ist nicht notwendig, 25.000 € in ein deutsches Bankkonto abzulegen
  • Mit einer britischen Firma könnte die Haftung auf einen Nominalbetrag, wie etwa £100, begrenzt sein
  • Die Gründung im Ausland ist in der Regel schneller als in Deutschland, also könnte ein neues Unternehmen schneller aus den Startlöchern kommen

Eigenschaften einer Zweigniederlassung in Deutschland

Ausländische Firmen können eine Zweigniederlassung zur Ausführung ihrer Geschäfte in Deutschland einrichten. Die Zweigniederlassung muss bei dem Handelsregister des Bezirks, in dem sich ihr Firmensitz befindet, angemeldet werden, und muss zudem die örtliche Kreisverwaltung vom Anfang der Geschäftstätigkeit in Kenntnis setzen.

Aus steuerlicher Sicht sind Zweigniederlassungen dauerhafte Betriebsstätten von ausländischen Firmen, und eine Zweigniederlassung in Deutschland ist keine eigene rechtsgültige Firma, oder separat von ihrer Muttergesellschaft.

Die Zweigniederlassung einer ausländischen Firma muss eine ansässige Person oder ein ansässiges Unternehmen berufen, um sie bei Verhandlungen mit den Finanzbehörden zu vertreten.

Um eine Zweigniederlassung einzutragen, müssen Belege der Existenz der Muttergesellschaft vorgelegt werden, sowie beglaubigte Kopien der Satzung oder Statuen, der Namen der Geschäftsführer, des Stammkapitals, des Firmensitzes und der Namen der Vertreter, die für Sie handeln werden.

Erforderliche Dokumente um eine Zweigniederlassung einzutragen

  • Eine beglaubigte Kopie der Grundordnung, Statuten oder Gesellschaftsvertrag und Satzung, oder ein anderes Mittel, welches die Satzung der Gesellschaft darstellt
  • Eine Kopie der Gründungsurkunde der Firma
  • Kopien des neuesten Buchhaltungsbelegs

Zudem müssen verschiedene Dokumente übersetzt werden, einschließlich:

  • der Eintragungsbescheinigung der Muttergesellschaft
  • der Gesellschaftssatzung Ihrer Firma
  • Namen der Geschäftsführer und Sekretäre der Firma

Nach der Eintragung Ihrer Zweigniederlassung

Sämtliches Firmenbriefpapier, Bestellformulare und ähnliche Unterlagen, die Ihre Zweigniederlassung verwendet, müssen das folgende aufzeigen:

  • Eintragungsort der Muttergesellschaft
  • Kennzahl, unter der sie eingetragen ist
  • Die rechtliche Bezeichnung der Firma
  • Die Adresse ihres Firmensitzes
  • Eintragungsort der Zweigniederlassung sowie ihre Kennzahl

Zudem müssen das folgende bei der Zweigniederlassung angezeigt werden:

  • Firmenname
  • Der Name des Landes, in dem die Firma gegründet wurde
  • dass die Muttergesellschaft der Zweigniederlassung beschränkt haftet